Sunday, 28. august 2011 7 28 /08 /Aug. /2011 08:32

Knapp 2 Wochen ist es her, dass ich in Wiesbaden am Start war. Zeit um endlich einen Rennbericht zu schreiben und einen Ausblick auf die nächsten 2 Wochen.

Zwei Wochen zuvor war ich beim Heidelbergman am Start um zu testen, wie ich aktuell mit den Bergen zurechtkomme. Dort waren 1,7km im Neckar zu schwimmen, 36km um den Kaiserstuhl mit 850Hm auf dem Rad zu absolvieren und 10km auf dem Philisophenweg mit 5km hoch/5km runter zu absolvieren.

Das Schwimmen im Neckar verlief sehr gut, ich stieg unter den TOP 10 aus dem Wasser und war schnell durch die Wechselzone hindurch. Leider war mein neues Rennrad ein Felt F1 noch nicht fertig, so dass ich noch mit meinem „alten“ Rennrad fahren musste. Egal, war ja auch nur ein C-Wettkampf. Die Bergaufstrecke des Radkurses lag mir, ich fuhr sehr zügig in der ersten Runde und wurde nur von einer Frau überholt. Dann kam die Bergabpassage, laut Veranstalter sehr gefährlich, da Geschwindigkeiten von bis zu 100km/h erreicht werden können. Lange geradeaus, dann 180 Grad, dann wieder lange geradeaus. Gar nichts für mich !!! Die Athleten schossen an mir vorbei, so verlor ich ordentlich Zeit. Die zweite Runde verlief ähnlich, schätzungsweise hat mich dieses Stück knappe 5 Minuten gekostet. Auf der Laufrunde ging es die ersten 2 Kilometer auf Asphalt bergauf, ehe wir in einen Wald mit leichtem, ab und an auch gröberem, Schotterweg bis zum Wendepunkt weiterhin bergauf laufen mussten. Dann ging es alles zurück Richtung Ziel. Arnd stand etwa 800m vor dem Ziel (ich hatte mir vorher nicht angeschaut, wo das Ziel genau ist und wunderte mich, dass ich in Höhe der Wechselzone erst Kilometer 9 angezeigt bekam) und rief mir zu, dass ich noch eine Frau bekommen könnte. Ich fing an zu sprinten, konnte sie sehen und dann auch überholen, in der Annahme, dass der blaue Torbogen, den ich 200m vor uns sah, das Ziel sei. FALSCH !!!!!, war der vom Schwimmausstieg, MIST, ich kollabierte fast !!. Aber da heißt es A…. zusammenkneifen und durch. Ich kämpfte mich ins Ziel, Gesamtplatz 9 und 1. AK.  Geht voll in Ordnung für einen C-Wettkampf.

Dann kam der IM 70.3 in Wiesbaden bei dem auch die diesjährigen Europameisterschaften über diese IM-70.3Distanz (identisch mit der Mitteldistanz) stattfanden. Arnd hatte mir in der Vorwoche mein Rad komplettiert und schon im Training hatte ich das Gefühl, dass ich über die Hügel fliege, auch die 2 letzten Lauftests – einen 20km Lauf 10km ruhig (4:45)10km flott (4:08) und 3 * 3000m in 4:00/km mit ein paar Höhenmetern liefen super. Das  Wetter sollte mit knapp 20 Grad und leichten Regenschauern auch erträglich werden. Am Tag des Eincheckens ging ich noch eine Runde im Raunheimer See schwimmen, um die Sicht und Temperatur zu prüfen. Knappe 20 Grad, klares Wasser, aber durch die Kiesgrubenaktivität sehr trüb. Ich freute mich riesig auf den Wettkampf, hatte ich mir doch vorgenommen Europameisterin meiner AK zu werden (Understatement ist nicht so mein Ding D)). Am Sonntag um 5:00 fuhren mich Arnd und Tamara zum Start. Alle AK-Starterinnen waren um 7:10 (10 Minuten nach den Profis) dran. Ich war wie immer schön angespannt, aber nicht zu nervös. Der Landstart verlief sehr gut, ich war von der ersten Reihe gestartet und fand so sehr schnell meinen Rhythmus. Den ersten Kilometer schwamm ich mehr oder minder alleine, nach einem Landgang konnte ich dann zu einer 3er-Gruppe aufschließen und nach 32 Minuten entspannt dem See entsteigen. Durch die Wechselzone raste ich wieder in bekannter Manier und machte dabei bereits ordentlich Boden gut. Als 6.te meiner AK aus dem Wasser, als 2.te aufs Rad. Die ersten 15km waren mehr oder minder flach und ich fuhr mit ordentlich Druck, einige Frauen überholten mich und ich überholte einige, es hielt sich so die Waage. Dann ging es in den Taunus und es hieß „Berge“ erklimmen. Mittlerweile hatte es begonnen leicht zu regnen und man musste bei den Abfahrten etwas vorsichtiger fahren. Ich kam aber mit der Strecke sehr gut zurecht. Nach ca. 40km ging es hoch auf die Wiesbadener Platte, ein sehr langer Anstieg (ich glaube 5km) und insgesamt ca. 350Hm, danach mehrere kürzere Anstiege ehe es wieder zurück nach Wiesbaden ging. Arnd und Tami standen überraschender Weise an 2 Stellen auf der Radstrecke und waren aus dem Häuschen. Ich war ca. 13 Frau aller Agegrouper und wohl 1.te meiner Klasse. Nach 3:08 (knapp 29 km/h) stieg ich vom Rad ab, raste durch die Wechselzone auf die 4-Runden durch den Wiesbadener Kurpark. Dort hatten wir eine kleine Flachpassage mit sehr vielen Zuschauern und dann 2km leicht bergauf und dann wieder bergab zu laufen. Ich wollte versuchenden Halbmarathon unter 1:30 zu laufen, was aber durch das Profil nicht so einfach schien. Kilometersplits konnte ich nicht rechnen, da ich bergauf ca. 4:20-4:25 lief und bergab teilweise unter 4:00. Ich holte weitere Athleten ein. Mein Vorsprung nach dem Rad auf die 2.te meiner AK betrug bereits 9 Minuten. Also nichts zu befürchten. Ich wollte aber nicht einfach nur gewinnen, sondern einen sehr guten Wettkampf absolvieren. Also lief ich so schnell meine Beine es zuließen. Nach 3 Runden fingen meine Oberschenkel wieder an leichte Probleme auf der Rückseite zu machen und ich musste etwas vom  Tempo rausnehmen. Nichts desto trotz lief ich den Halbmarathon in 1:32:01 und konnte mit einem Vorsprung mit über 20 Minuten auf die 2te als 11.Gesamtagegrouperin, den Europameistertitel nachhause fahren. Einfach nur genial !!!

Wiesbaden Rad.jpg

 

 

 

von Claudia Hille
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Tuesday, 14. june 2011 2 14 /06 /Juni /2011 08:32

… nachdem ich in den letzten Wochen noch sehr erfolgreich 2 10km-Läufe absolviert habe (jeweils 1. Platz / Niedernberg amtlich vermessen 38:44 und Obernburg eine hohe 40) habe ich mir mehr und mehr die Sinnfrage für den Ironman Frankfurt gestellt. Jedes lange Training welches ich in Angriff nehmen wollte kürzte ich mit Ausreden ab. Als ich dann vergangene Woche auf dem Rückweg von den hessischen 3 * 800m Staffelmeisterschaften von Tamara war und mit dem Rad (Arnd war zuvor hingeradelt) auf die Ironmanstrecke kam hatte ich nur einen Gedanken: „wie ätzend und hier muss ich in ein paar Wochen 2 Runden fahren“. Ich hatte Null Spaß!!!!. Zuhause angekommen setzte ich direkt ein Mail auf, welches mein Abmelden des Ironman zu Inhalt hatte. Doch Arnd bat mich, diesen Entschluss nochmals zu überdenken. Also wartete ich noch ein Wochenende und begab mich dann vergangenen Dienstag zu meinem Mentalcoach Michael. 1,5h später war klar, ich starte nicht beim Ironman Frankfurt. Ich werde dieses Jahr noch ein paar Mitteldistanzen machen – geplant zur Zeit Wiesbaden 70.3 und Malterdingen, sowie evtl. den Alp’du uez-Triathlon (2kmSchwimmen/115km Rad mit 3600Hm und 21,1km Laufen auf 1800m). Außerdem werde ich mich intensiv auf die WM 70.3 in Las Vegas vorbereiten. Und das wichtigste, ich will wieder Spaß am Training und den Wettkämpfen haben.

Ob ich diesen wieder haben kann konnte ich am Sonntag das erste Mal austesten. In Kulmbach fanden die Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz (2km/85km/20km) statt. Ich war bis zum Morgen recht entspannt und freute mich auf den Wettkampf. Um 9 Uhr war der Start der Frauen und ich traf einige alte Bekannte wieder. Schön ! Das Schwimmen war sehr entspannt, obwohl das Feld der 400 Männer bereits 5 Minuten nach uns ins Wasser geschickt wurde. Wir mussten 3 Runden schwimmen, bereits nach einer halben Runde hatte ich den Abschluss an die Schwimmerinnen vor mir verloren und so schwamm ich die komplette Strecke alleine. Als ich nach über 40 Minuten den See in Richtung Wechselzone verlies war ich doch entsetzt, so langsam kam es mir gar nicht vor. Im Ziel stellte sich dann schnell heraus, dass die Schwimmstrecke wohl erheblich zu lang war, da selbst die schnellsten Schwimmer 3-4 Minuten langsamer waren als normal. Auf dem Rad lief es dann Recht gut. Ein 32,5km/h auf der 88km-Strecke mit über 800Hm lässt für die nächsten Wettkämpfe hoffen, ist aber noch ausbaufähig. Aber das entscheidende ich hatte viel Spass. Das Laufen begann dann auch erwartungsgemäß gut, ich konnte ordentlich Plätze gut machen, leider nur bis km 12, dann begann erste Muskelkrämpfe. Ich musste meine Schrittlänge so verkürzen, dass ich nur noch einen 4:35min/km Schnitt laufen und hatte am Ende eine 1:27:59 für die 20km, langsamer als in Mallorca, wo es deutlich heißer war. Als Gesamt 13.te und Deutsche Vizemeisterin meiner AK kam ich nach 4:51 ins Ziel. Zufrieden, da ein B-Wettkampf und nicht richtig vorbereitet und vor allem weil ich endlich wieder Freude an diesem Sport hatte. Und darauf kommt es an !!!!

Jetzt bin ich eine Woche im Aldiana Hochkönig und leite eine Berglaufwoche, danach werde ich mich 7 Wochen auf Wiesbaden vorbereiten und ein paar Läufchen mache, so wie ich halt Lust habe.

von Claudia Hille
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Tuesday, 31. may 2011 2 31 /05 /Mai /2011 22:54

... 2. Wettkämpfe an 2 Tagen. Erst der Hyoplauf in Aschaffenburg, den ich als 3.te Unterfänkin, 1. AK und 10. Gesamtfrau mit einer sehr guten Zeit von 28:29 für 7,9km beenden konnte und dann am Tag darauf einen Triathlon. Hier ein ausführlicher Bericht:

 

Alle 3 Hilles erfolgreich aktiv beim Arnstein-Triathlon

Zugegeben: es gibt auch entspannendere Arten, einen Mai-Samstag zu verleben, als sich um kurz vor 7 Uhr vom Wecker aus dem Schlaf klingeln zu lassen, 1,5h Stunden mit dem Auto und 3 Rädern und einem Hund im Kofferraum in einer der letzten Zipfel von Unterfranken zu  fahren, um dort mehrere logistisch nicht eben unaufwändige Triathlon-Wettbewerbe in den Schüler- und Erwachsenenklassen zu bestreiten.

Aber als wir dann abends um 6 Uhr nach der letzten Siegerehrung etwas müde aber nichtsdestoweniger außerordentlich zufrieden wieder auf dem Heimweg waren, hatte man doch trotzdem das nicht mit Geld zu erkaufende Gefühl: "das war es wert".

Mit der Plazierungsausbeute nur unserer Familie wäre auch mancher ambitionierte Verein zufrieden: 3 Leute am Start, Gesamtsieger Damen, 1 Platz Herren in der Altersklasse und dritter Platz Schülerin in der Altersklasse

Tamara musste bei den Schülerinnen A eigentlich 400m schwimmen, aber aufgrund des nur knapp 20 Grad warmen See’s wurde die Strecke um die Hälfte gekürzt. Tamara durfte zusammen mit allen Jungs und den Athleten der Jugend B starten. Sie verließ das Wasser als zweite konnte sich aber durch einen den ersten Platz auf dem Rad sichern. Hier ging es dann richtig zur Sache, 6,5km mit 120 Höhenmeter. Nahezu 90% Prozent der Athleten fuhren mit einem Rennrad, Tamara (sie besitzt ihr neues Rennrad erst seit gut 3 Wochen) hatte sich für ihr MTB entschieden. Dies hatte zur Folge, dass sie auf der schwierigen Radstrecke von 7 anderen Mädels überholt wurde. Der Abstand war erheblich und eigentlich nicht so wirklich wieder wettzumachen. Aber wer aus dem Hause Hille ist, der gibt so schnell nicht auf, also raus auf die Laufstrecke. Hier zeigte sich Tamaras Talent, auf den 1,8km machte sie Platz um Platz gut, konnte alle JugendB Mädels hintersich lassen und wurde überglücklich 3. der Schülerinnen A, mit nur knapp  8 Sekunden Abstand auf die 2.Platzierte.  

Nachdem Arnd und ich unser Adrenalin schon vermeintlich bei der Betreuung und Anfeuerung unserer Tochter verschossen hatten, mussten wir um kurz nach zwei dann auch noch selber ran für die Sprintdistanz über 400m Schwimmen, 18km Radfahren (3 Runden von Tamara) und 5km Laufen (ebenfalls 3 Runden). Arnd entschied sich im Neopren zu starten, ich wählte die kühlere Variante, da ich dachte, dass der Wechsel zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Da wir mit 100 Mann in einem kleinen Tümpel 2 Runden zu bewältigen hatten, startete Arnd ganz rechts aussen (Landstart) direkter Weg zur ersten Boje und ich ganz links, weitester Weg zur Boje, aber nicht der Gefahr ausgesetzt, dass 100 Männer auf mich springen. Als ich nach knapp 8 Minuten (Katastophe) das Wasser verlies und in die Wechselzone kam, sah ich an Arnds Platz nur noch seinen Neo. Ich machte mich auf die Radstrecke die ein echter Hammer für die Kids und auch Einsteiger war – 400m flach, dann 3km den Berg rauf und hinter wieder runter (das ganze 3mal, macht 350Hm !!!). Ich konnte auf der Radstrecke einige Plätze gutmachen, hatte aber keine Ahnung wo ich genau lag. Als ich in die Wechselzone zurück kam, hörte ich den Sprecher nur den Satz sagen „Anja jetzt kommt deine Paradedisziplin“. Ich also raus auf die Laufstrecke,vor mir konnte ich in einiger Entfernung eine Läuferin sehen, die von einem Fahrrad begleitet wurde. Ich kochte innerlich, da ich nicht davon ausging, dass es sich um die Führende handelte, sondern fremden Begleitservice vermutete. Als ich an einigen Zuschauer vorbei lief und die Frage stellte, wievielte Frau ich sei wurde mir mit Blick nach vorne, zugerufen, die 2.te, davor ist die Erste. Supi, also nix wie los, die Beine brannten zwar vom Hypolauf vom Vorabend, aber egal, jammern kann ich später. Ich „stellte“ sie bereits nach knapp 1km und konnte ihr auf den 5km noch knapp 2 Minuten abnehmen. Im Ziel empfing mich dann auch schon Arnd, der einen hervorragenden 1. Platz in seiner Altersklasse für sich verzeichnen konnte.

 

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von Claudia Hille
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Sunday, 15. may 2011 7 15 /05 /Mai /2011 16:51

Nachdem mein dicker Kopf von einer guten Flasche Rotwein nach einer herrlichen 70km Radtour verschwunden ist, will ich schnell vom gestrigen Wettkampftag berichten.

Um 6 Uhr bin ich „entspannt“ zum Frühstück und habe versucht wenigstens 2 Honigtoast zu essen. Viel mir aber wie immer sehr schwer, den ich war entsprechend der Situation ordentlich nervös. Arnd hatte einen Roller geliehen und vor mich dann um 7 Uhr direkt zur Wechselzone. Rad aufpumpen, Flaschen und Gels dran und dann Richtung Start. Da es sich um einen Landstart handelte mussten wir alle bereits 30 Minuten vor unserem Start in das erste Carree gehen, dann alle 10 Minuten eines weiter, bis wir am Start standen. Die Atmosphäre war sehr gut, ähnlich einem Ironman nur nicht ganz so viele Zuschauer. Pünktlich um 8:10 wurden alle ca. 280 Agegrouperfrauen ins Rennen geschickt. Ich war diejenige die als letztes mit dem Schwimmen begann, da meine läuferischen Qualitäten ja bekanntermaßen deutlich besser sind. So kam es, dass ich zu Beginn des Schwimmens recht weit vorne war. Das änderte sich zwar recht schnell, aber ich hatte auf jeden Fall keine Probleme mit Schlägen und Tritten. Einzig meine Schwimmbrille machte mir zu schaffen. Von Beginn an  lief mir Wasser in die rechte Brillenseite, insgesamt 5 mal musste ich kurz Rückenschwimmen um das Wasser wieder zu entfernen, bis dann etwa zu Hälfte der Schwimmstrecke endlich Ruhe war. Ich schwamm wie immer sehr entspannt und kam nach 31:05 reiner Schwimmzeit wieder an Land, dann noch gute 250m zur Zeitnahme die dann in der Ergebnisliste eine 32er Zeit aufzeigt. Im Wechsel war ich wie immer super schnell unterwegs und so verbrachte ich nur gute 2 Minuten in der Wechselzone bis es aufs Rad ging. Zu diesem Zeitpunkte hatte ich 2 Minuten Rückstand auf die erste meiner Altersklasse und lag auf Platz 4. (AK). Auf den ersten 20km überholten mich noch 2 weitere Frauen dieser AK bis es dann endlich in den Anstieg ging. Hier konnte ich 3 Frauen überholen, so dass ich an der Tankstelle kurz vor der Abfahrt auf Platz 3 lag. Die Abfahrt war dann nicht so berauschend, mit meiner Zeitmaschine schlich ich ziemlich um die Kurven, so dass ich alles, was ich bergauf gutgemacht hatte, wieder verlor. Die Damen schossen an mir vorbei. In Inca angekommen war ich wieder auf dem 5. Platz. Dort begannen dann 40 Kilometer Flachpassage (nur 2 kleinere Hügel), also gar nix für mich. Aber ich kämpfte mich Wacker durch und verlor auch auf die beiden Damen nichts weiter. In der Wechelszone zeigte meine Tacho einen über 30er Schnitt – 2:56 für die 90 Kilometer, gut aber ausbaufähig ! Dann wieder schnell durch die Wechselzone und zu meiner Lieblingsdisziplin. Einer der beiden Frauen überholte ich bereits im Wechsel, die andere stelle ich bei Kilometer 2. Arnd teilte mir zu Beginn mit, dass ich 7 Minuten Rückstand auf die führende Frau hatte (in meiner AK!). Also war Anschlag angesagt. Nichts leichter als das J, ich lief direkt in 4:06 an und konnte mich dann so bremsen, dass ich die ersten 10 Kilometer immer in 4:10-4:15/km lief. Nach der ersten von 4 Runden hatte ich 2 Minuten gut gemacht, nach der 2.ten weitere 3min und in der 3.ten Runde hatte ich die führende nach 2Kilometer. Als ich sie überholte und auf ihre Nummer schaute bekam ich den netten Satz zu hören „da bist du ja endlich“. Ich musste lachen, lief dann sehr motiviert weiter und wurde auf der gesamten Laufstrecke nur von 3 Männern überholt. Meine Zeit von 1:31 wurde nur von einer AK-Athletin übertroffen und selbst bei den Profifrauen waren nur wenige schneller. Wäre an der Uferpromenade der Weg nicht so schlecht gewesen (große gepflasterte Steine, die sehr uneben waren) und es ab der 3.ten Runde nicht so voll gewesen, hätte ich unter 1:30 laufen können. Nach 5:06 Gesamtzeit – 4.ter Platz aller Agegroupfrauen und erster in meiner AK, überquerte ich glücklich meinen Saisonauftakt. So kann es weitergehen.

Heute morgen dann war Sturm, Regen und nur 15 Grad angesagt. Horror, wenn das das Wetter von gestern gewesen wäre.

von Claudia Hille
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Saturday, 14. may 2011 6 14 /05 /Mai /2011 17:32

Nur ein kurzer Eintrag, da in 30 Minuten die Siegerehrung anfängt. 4 Platz aller AK-Athleten und 1. Platz in meiner AK, d.h. ich gehe nach La Vega zur Triathlon 70.3 WM. Geiler Wettkampf, hölle gelaufen !!!! Alles weitere später oder morgen  !

von Claudia Hille
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Friday, 13. may 2011 5 13 /05 /Mai /2011 21:21

Es ist soweit, die Wettkampfsaison 2011 wird eröffnet !!! Und dieses Jahr mal nicht mit einem Duathlon, sondern gleich mit einer Mitteldistanz dem Thomas Cook IRONMAN 70.3 Mallorca. Bei der Erstauflage werden hier morgen über 1900 Einzelstarter, sowie 40 Staffeln an den Start gehen. Die Strecke ist super schön. Geschwommen wir in der Bucht von Alcudia, herrlichster Sandstrand und superklares Meerwasser. Wir werden einen Landstart haben, da die ersten, geschätzten 100m im Wasser max. Kniehöhe haben. Dann schwimmen wir einen ca. 800m aufs offene Meere 150m rechts und wieder zurück. Ich war gestern bereits eine kleine Runde schwimmen – ein Traum ! Das Wasser hat schätzungsweise knappe 20 Grad und liegt flach wie eine Flunder in der Bucht. Durch das Salzwasser und Neo hat man eine perfekte Wasserlage und so macht selbst mir das Schwimmen viel Spaß. Die Wechselzone ist ewig lang. Alleine der Weg vom Wechselzelt zum Radaufstieg hat über 500m, hinzukommen noch bestimmt 500m vom Strand zum Wechselzelt. Also nix für schlechte Läufer ;-). Die Radstrecke führt die ersten 20km flach am Meer entlang, dann beginnt ein etwa 12km langer „Anstieg“ mit 1% und dann kommt der eigentliche Berg, ca.  8km mit im Schnitt 5-6% Steigungen (wer die Insel kennt, es geht von Pollenca, hoch am Kloster Lluc vorbei und dann Richtung Inca). In Inca angekommen geht es dann mehr oder minder flach zurück. In Summe kommen gute 900 Höhenmeter zusammen. Die Wettervorhersage verheißt schönes warmes Wetter und relativ wenig Wind. Die abschließende Laufstrecke ist ein Rundkurs von 5km hin am Pier und zurück über die Hauptstraße. Hier steht die Wärme, heute waren hier 24 Grad im Schatten, das Thermometer auf der Straße zeigte 29 Grad. Naja, ich mag ja die Hitze, mehr als manch andere 8-) !!

Ich bin mal gespannt, wo ich dieses Jahr so stehe. Bisher bin ich nur einen Halbmarathon in Hannover gelaufen und den in 1:27. Schwimmen klappt wie immer ganz gut, obwohl ich erst sein 6 Wochen trainiere, nur auf dem Rad fehlt mir dieses Jahr ein bisschen der Pansch.

Ziel ist ein Qualiplatz für die Ironman WM 70.3 am 11. September in Las Vegas und dafür muss ich meine Altersklasse gewinnen !! Also Daumendrücken !!

von Claudia Hille
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Monday, 24. january 2011 1 24 /01 /Jan. /2011 02:23

... seit gestern mittag sind wir mit den 10. Events durch. Zuerst war einmal mehr Autofahren angesagt. Über 200km auf der Iceroad zum nördlichsten Dorf Kanadas TUK, wie es netterweise abgekürzt wird. Hier oben ist man nicht am A... der Welt, sondern bereits am Loch D). Es gibt hier bis auf einen Dorfkühlschrank, der sich 10 Meter unter der Erde befindet und im Sommer immer noch aus Eis besteht und dann von den Anwohnern als Gefriertruhe bzw. Kühlschrank genutzt wird, noch einen Friedhof und eine Tankstelle, das wars.

 

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Eigentlich sollten wir hier Buggykiten, aber es wehte nur ein leichtes Lüftchen, was gerade mal ausgereicht hätte, den Drachen zum Fliegen zu bringen, aber auf keinen Fall um auch noch einen Buggy mit Person zu ziehen. Also musste ein Ersatzevent her. Harpunenweitwurf in einen Fuldareifen. Claudia versuchte sich zuerst - 0 Treffen, dann kam Joachim - mit roher Gewalt warf er die Harpune in Richtung Reifen, diesen traf er zwar nicht, aber die Harpune konnte dem Wurf nicht standhalten und ging entzwei. Nun musste eine weitere Ersatzlösung gefunden werden. Kurzerhand wurde die Harpune durch eine Gardinenstange ersetzt. Ich war neben Jutta und Maureen (mit jeweils 2 Treffern), die einzige die einen Treffer landen konnte. Nach diesem Event ging es zurück durch das Niemandsland nach Inuvik. Hier war dann Party angesagt. Bis 2 Uhr nachts liesen wir die Hüften kreisen und zeigten unter der Leitung von Detlef D! Soost, dass wir auch nach 6 Tagen noch genug Power im Hintern haben mit einer herrlichen Tanzperformance. Heute ging es dann zurück nach Whitehorse, morgen dann nach Vancouver und wieder nach Deutschland. Jupi, freue mich riesig auf zuhause.

 

 

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von Claudia Hille
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Saturday, 22. january 2011 6 22 /01 /Jan. /2011 15:32

... gestern durften wir unser eigenes Quinzee bauen. Im Gegensatz zu einem Iglu wird hier erst ein riesen Schneehaufen gebaut (dies hatte der Veranstalter bereits für uns getan) und dann muss ein Schneeloch gebaut werden. Unsere Aufgabe war es die Größe für ein "Doppelbett" herzustellen mit einer Höhe von etwa 1m. Wir budelten wie die beklppten. Oliver war im Schneeloch und ich am Ausgang. Er lockerte den Schnee und ich schaufelte ihn nach außen. War harte körperliche Arbeit, die wir nach 29 Minuten (mit 4 Sekunden Vorsprung auf Detlef und Claudia) als 4.te beenden konnten. Dann versuchten noch einige von uns ein paar Nordlichter zu erhaschen. Leider erfolglos !!! Um 1 Uhr legte ich mich dann bei -37 Grad in mein Quinzee und schaffte es immerhin 5 Stunden zu schlafen. Jetzt geht es nach Tuk, zu Kanadas nördlichster Stadt. Hier dürfen wir noch Kiten und dann gehts wieder zurück nach Inuvik. Heute ins Hotel und Party machen. Melde mich, wenn wir zurück sind, dauert aber, denn wir haben nochmal 400km zu fahren (über die Iceroad). Bis später.

von Claudia Hille
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Saturday, 22. january 2011 6 22 /01 /Jan. /2011 00:47

.. Luxus !!!

Hier eine Zusammenfassung der 4.ten Tages (bereits gestern geschrieben) !

 

Der 4.te Tag ist vorbei, naja noch nicht ganz, wie haben noch eine lustige Nacht vor uns. Da wir über -30 Grad haben und es einen ordentlichen Wind hat, sind die gefühlten Temperaturen bei über -45 Grad, das ist definitiv für die Gesundheit zu gefährlich. Das heißt, dass wir heute abend in der Hotellobby unsere Matratzen hinlegen und alle 16 Teilnehmer zusammen pennen. Das hat echt was von Jugendherberge oder Skiurlaub auf einer Almhütte, geil und das in meinem Alter J.
Zum bisherigen Tag kann ich nur sagen, dass die Natur hier der absoluten Hammer ist, man kommt sich vor wie auf den Kanaren, nur dass hier alles sau kalt und Eis und Schnee hat. Es ist surreal, wir sind heute 5 Stunden gefahren dabei sind uns 3 Auto begegnet, ansonsten ist hier nichts außer Natur – Bäume / Schnee und Berge. Es ist echt ein Traum, möchte hier zwar nicht leben, aber es einfach ein einmaliges Naturschauspiel.

Der heutige Halbmarathon musste leider wegen des Wetters extrem verkürzt werden. Die anwesenden Ärzte hatten entschieden, dass maximal 6km gelaufen werden dürfen. Leider gingen diese auch noch nur hoch oder runter, zwar nicht steil aber eben auch nicht eben. Claudia Nystad schlug wieder zu, da merkt man halt sofort, dass sie eine Leistungssportlerin durch und durch ist. 2.te wurde Evelyn aus der Schweiz. Sie läuft zwar nicht viel, aber am liebsten bergig, so konnte sie mich dann auch nach 3 Kilometer überholen und mir ein paar entscheidende Meter beim Bergauflaufen abnehmen. Ab Kilometer 4 sollten dann 2 Kilometer bergab folgen. Leider war es nur 1 Kilometer und dann ging es wieder leicht bergauf. Keine Chance dranzukommen !!! So wurde ich 3.te Frau, was mich wirklich ärgert, immerhin war dies das einzige Event , welches ich wirklich kann. Naja, was soll’s – Spaß hat’s trotzdem gemacht, zumal das Ziel direkt am Polarkreis war. Und das können die wenigsten von sich behaupten, dort schon mal einen Lauf gemacht zu haben.

Heute sind wir von Eagle Plain nach Inuvik gefahren, Einsamkeit, Schnee, Kälte (meistens um die -40 Grad) und keine Menschenseele. Auf der Hälfte der Strecke hatten wir unser 8.tes Event: Carpolling, d.h. wir mussten den Tourag immerhin 1,5 Tonnen schwer über eine Strecke von knapp 100m zu ziehen. Das ganze war leicht abschüssig, da wir sonst keinen Meter vorwärts gekommen wären. Wir zogen wie die Wahnsinnigen (immer Teamweise), mir schoss das Laktat brutals in die Beine und mein Puls nach oben. Hätte nicht erwartet, dass das so hart sein könnte. Selbst Claudia war heute endlich mal außer Atem :). Wir benötigen knappe 2 Minuten und wurden damit Vorletzte, aber mehr war auch nicht drin. Detlef und Claudia zogen wie verrückt und benötigten nur 1:20 Minuten. Danach ging es weiter auf der einsamen Strecke. Heute abend müssen wir nun noch ein Iglu bauen und dann auch darin schlafen, Wettervorhersage -43 Grad. Aber im Iglu soll es ja warm sein.  D).

Impressionen gibt es erst in ein paar Tagen, das Interet ist hier einfach zu langsam.

 

von Claudia Hille
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Wednesday, 19. january 2011 3 19 /01 /Jan. /2011 22:13
... war das ein Traum, Nebel im Tal, aufgehende Sonne, tiefverschneite Bäume einfach nur geil !!!! Das Rennen war ca. 5km lang, davon 3,6km bergauf und 1,4km bergab. Das komplette Hochlaufen war im roten Bereich, - 40 Grad und sau, sau anstrengend. Lief am Anfang noch lange vorne mit, dann aber drehten Claudia und die Schweizerin auf und ich konnte nicht folgen. Claudia schaffte es sogar bis auf Platz 1 aller Teilnehmer. Ich wurde 3.te und Oliver schafffte es auch auf einen 3. Rang, so dass wir uns ein bischen weiter nach vorne schieben konnten. Jetzt kommt ein Event wo es im Fahrkönnen mit den Autos geht, mal sehen wie wir da abschneiden.
von Claudia Hille
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